Apotheker gegen Präqualifizierungs-Pflicht im Hilfsmittelbereich

Apotheker gegen Präqualifizierungs-Pflicht im Hilfsmittelbereich

(4.11.2015) Die Hauptversammlung der deutschen Apotheker hat im Oktober beim Apothekertag in Düsseldorf gefordert, dass über rechtliche Änderungen Apotheker „allein aufgrund ihrer beruflichen Qualifikation für die Versorgung Versicherter mit bestimmten Hilfsmitteln automatisch als geeignet gelten, ohne dass es eines gesonderten Nachweisverfahrens bzw. einer Bestätigung durch eine geeignete Stelle bedarf“. Der Gesetzgeber solle den GKV-Spitzenverband und die Spitzenorganisation der Apotheker beauftragen, in einer Vereinbarung die entsprechenden Hilfsmittel bzw. Hilfsmittelgruppen zu bestimmen. Zudem sollten bestehende Präqualifizierungen bei Übergang der Apotheke an neue Inhaber erhalten bleiben, sofern die Qualifikationen weiterhin in der Apotheke vorhanden seien. Zur Begründung heißt es, Apotheken nähmen eine Sonderstellung innerhalb der Hilfsmittel-Leistungserbringer ein. Mit über 20.000 Betriebsstätten deutschlandweit stellten sie die flächendeckende Versorgung mit Hilfsmitteln sicher. Deshalb sollten sie von der Verpflichtung freigestellt werden, für die Versorgung mit Hilfsmitteln, die z. B. im Rahmen der Therapie des insulinpflichtigen Diabetes erforderlich sind, „ein aufwändiges Präqualifizierungsverfahren durchzuführen bzw. einen zusätzlichen Eignungsnachweis zu erbringen“.