(MTD 3/2019) Marktanalyse Pflegebetten

Immer mehr Pflegebetten abgerechnet

Die folgende Marktanalyse bezieht sich auf die Grundgesamtheit aller Sanitätshäuser, Orthopädieschuh- und Medizintechnikbetriebe in Deutschland. Ausgangspunkt der Auswertung sind alle durch die Opta-Data-Kunden zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung abgerechneten Positionsnummern der Untergruppen 50.45.01 (Pflegebetten zur Anwendung im Pflegebereich) und 19.40.01 (Behindertengerechte Betten zur Anwendung im häuslichen Bereich).

Krankenkassen mehr, Pflegekassen weniger

Im Zeitraum von 2008 bis 2018, insbesondere ab Beginn des Jahres 2009, entwickelte sich das Gesamtabrechnungsvolumen in den Untergruppen 19.40.01 und 50.45.01 gegenläufig (Abb. 1). Der Index, der mit den Krankenkassen abgerechneten Produkte (19.40.01), stieg im Analysezeitraum um rund drei Punkte in Bezug auf das Basisjahr an. Das Gesamtabrechnungsvolumen der mit den Pflegeversicherungen abgerechneten Produkte (50.45.01) fiel hingegen um rund einen Punkt. Am deutlichsten war der Anstieg bzw. Rückgang des dargestellten Index zwischen 2009 und 2011.

Abb. 1: Entwicklung des Gesamtabrechnungsvolumens (HKZ 00, 06, 08 und 09) in den Untergruppen 19.40.01 (Behindertengerechte Betten zur Anwendung im häuslichen Bereich) und 50.45.01 (Pflegebetten zur Anwendung im Pflegebereich).

Der Index des Gesamtabrechnungsvolumens im Hilfsmittelkennzeichen 0 und 8/9 entwickelte sich im Analysezeitraum gegenläufig. Zwischen 2008 und 2009 fiel der Index für Neulieferungen (HKZ 0) um rund 0,4 Punkte, während er für Vergütungs- und Folgevergütungspauschalen (HKZ 8/9) um 0,25 Punkte stieg. Seither ist das Gesamtabrechnungsvolumen in beiden Hilfsmittelkennzeichen nur leichten Schwankungen unterworfen, wobei sich der Index im HKZ 8/9 wieder zunehmend dem Wert des Basisjahres annähert.

Preis für neue Betten steigt

Betrachtet man die Indexentwicklung des durchschnittlichen Verordnungswertes in den Untergruppen 19.40.01 und 50.45.01, zeigt sich eine positive Entwicklung im Bereich der Neulieferungen und höherwertigen Verordnungen (Abb. 3). So stieg der Index für Neulieferungen von 2008 bis 2011 um rund 0,5 Punkte in Bezug auf das Basisjahr. Nach nur kleinen Schwankungen in den nachfolgenden Jahren stieg der Index ab dem Jahr 2015 um weitere 2 Punkte an.

Der Index des Verordnungswerts für Pauschalen im HKZ 8 und 9 entwickelte sich schwach rückläufig. Der des durchschnittlichen Verordnungswertes bleibt konstant und entwickelt sich somit weitestgehend parallel zum Index des Verordnungswertes im HKZ 8 und 9.

von Thomas Dinse, Key-Account-Manager Geschäftsbereich Hilfsmittel und Medizintechnik, Opta Data

Dieser Artikel wurde in der Fachzeitschrift MTDialog 3/2019 (MTD-Verlag) veröffentlicht, mit weiteren Grafiken auf den Seiten 58 und 59.

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