(05/2020) Opta-Data-Analyse Brustepithesen


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Über die Hälfte Leichtprothesen

Seit 2018 sind die GKV-Umsätze in den Produktgruppen 24.35 und 37.35 „Prothesen mit Anwendungsort Brust“ um rund 5 Prozent zurückgegangen. Leichtbrustprothesen werden weiterhin am häufigsten abgegeben.

Die folgende Marktanalyse bezieht sich auf die Grundgesamtheit aller Sanitätshäuser und Medizintechnikbetriebe in Deutschland. Ausgangspunkt der Hochrechnung sind alle durch Opta-Data-Kunden zulasten der GKV abgerechneten Positionsnummern in den Produktgruppen 24.35 und 37.35 von 2018 bis 2019.

Da die Produktgruppe 24.35 im GKV-Hilfsmittelverzeichnis zur Löschung vorgesehen ist, werden diese und die neue Produktgruppe 37.35 gemeinsam behandelt. Betrachtet werden die Netto-Umsätze ohne Zuzahlung der Krankenkassen.

Aufgrund der sehr komplexen Marktlage wird für jeden der Parameter Produktanzahl, Umsatz und Durchschnittspreis ein eigener Hochrechnungsansatz zugrunde gelegt. Dabei ist der Wert des Durchschnittspreises der robusteste der oben genannten Parameter. Bei der statistischen Hochrechnung wird darüber hinaus eine differenzierte Betrachtung regionaler Unterschiede berücksichtigt. Werden in einem PLZ-Gebiet, in dem Opta Data einen unvollständigen Marktanteil besitzt, viele günstige Produkte abgerechnet, so wird auch für die unbekannten Betriebe ein geringerer Durchschnittswert geschätzt.

Mehr Versorgungen

In den vergangenen zwei Jahren gingen die Umsätze mit Brustprothesen um rund 690.000 Euro zurück (Tabelle 1). Gleichzeitig stieg die Zahl der Versorgungen. Während 2018 rund 76.000 Produkte abgerechnet wurden, waren es 2019 bereits rund 90.000. Das entspricht einem Anstieg der Verordnungsanzahl um rund 16 Prozent. Der durchschnittlich abgerechnete Preis je Stück erhöhte sich von 187,83 Euro auf 189,77 Euro.

Tabelle 1

Entwicklung in den Produktuntergruppen

Ein Blick auf die Versorgungstrends in den Produktuntergruppen (HVM-Nr. 24.35.01 – 24.35.08 und 37.35.01 – 37.35.99) zeigt, dass die Produktuntergruppen 24.35.05 und 37.35.05 „Brustprothesen als Leichtbrustprothesen mit funktioneller Rückseite (symmetrisch und asymmetrisch)“ im Jahr 2019 zusammen 37,9 Prozent am Gesamtumsatz ausmachten (Tabelle 2). Im Zeitraum 2018 bis 2019 lag der Anteil dieser Produktuntergruppen gemeinsam konstant zwischen 38 und 39 Prozent.

Tabelle 2

Auf die Produktuntergruppen 24.35.04 und 37.35.04 „Brustprothesen als Leicht-Brustprothesen (symmetrisch und asymmetrisch)“ entfielen im Jahr 2019 zusammen weitere 13,1 Prozent. Die Summe der vier Produktuntergruppen entsprach mehr als der Hälfte des GKV-Gesamtumsatzes.

Weitere 15 Prozent entfielen zusammen auf die Produktuntergruppen 24.35.03 und 37.35.03 „Brustprothesen mit funktioneller Rückseite (symmetrisch und asymmetrisch)“. Von untergeordneter Bedeutung waren Brustprothesen zur Erstversorgung (3,39 %, 2019) und Brustteilprothesen (2,39 %, 2019).

Insgesamt gab es mit Blick auf die Versorgungtrends in den Produktuntergruppen der Produktgruppen 24.35 und 37.35 in den vergangenen zwei Jahren nur marginale Veränderungen.

von Thomas Dinse, Key-Account-Manager Geschäftsbereich Hilfsmittel und Medizintechnik, Opta-Data-Gruppe

Dieser Artikel wurde in der Fachzeitschrift MTDialog 5/2020 (MTD-Verlag) veröffentlicht.

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