(07/2020) IQVIA-Analyse Wundversorgung


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Wundheilung mit Schaumstoffen

Von der Absatzmenge dominieren klassische Produkte die Wundversorgung, vom Umsatz her ist die spezielle Wundversorgung immer wichtiger für den Apothekenmarkt. 2019 wuchs der Umsatz mit Wundprodukten in diesem Vertriebskanal um 5,1 Prozent auf über 666 Mio. Euro. Dies geht aus einer Analyse des Beratungsunternehmens IQVIA für MTD auf Basis der Studie IQVIA – IMS MSA (Medizinischer Sachbedarf) hervor.

IMS MSA ist eine repräsentative Marktstudie über die Einkäufe der öffentlichen Apotheken von Artikeln des medizinischen Sachbedarfs bei vollsortierten Großhändlern, Herstellern und Reimporteuren in Deutschland. Basis bildet eine Stichprobe von Apotheken, deren Einkäufe hochgerechnet werden. Des Weiteren übermittelt ein Teil der Reimporteure Direktgeschäftsinformationen.

Der gesamte betrachtete Markt konnte innerhalb von zwei Jahren um ca. 73 Mio. Euro zulegen. Das Wachstum ging jedoch zum Großteil mit 55 Mio. Euro auf das Konto der speziellen Wundversorgung, während die klassischen Produkte lediglich um 18 Mio. zulegten. Nach Abgabemenge gab der Massenmarkt der klassischen Produkte leicht nach, während spezielle Produkte etwas gefragter waren.

Dynamik in der speziellen Wundversorgung

Den höchsten Umsatzzuwachs hatten 2019 bei der speziellen Wundversorgung die Kompressen mit Superabsorber mit +19,2 Prozent auf knapp 31 Mio. Euro. Sonstige beschichtete Wundauflagen kletterten um 11,7 Prozent auf 31,5 Mio.; die hydroaktiven Wundauflagen stellen mit einem Volumen von 175 Mio. Euro (+7,6 %) den größten Anteil. Es folgen silberhaltige Wundauflagen mit 54,6 Mio. (+1,4 %) und Salbengitter/-Kompressen mit gut 35 Mio. (+5,8 %).

Bei den hydroaktiven Wundauflagen stellen wiederum die selbstklebenden Schaumstoffe mit 81,4 Mio. (+9,1 %) und die nichtselbstklebenden Schaumstoffe mit 58 Mio. Euro (+7,1 %) die Hauptgruppen.

Die klassische Wundversorgung mit 326 Mio. Euro Umsatz (+2,7 %) ist unterteilt in zahlreiche Produktuntergruppen. Die größten drei sind Wundverbände mit 72 Mio. Euro Umsatz (+3,2 %), Kompressen mit 54,5 Mio. (+3,8 %) und Heftpflas­ter mit knapp 40 Mio. Euro (+4,2 %).

Führende Lieferanten

In der Wundversorgung haben die Kunden eine große Auswahl an Lieferanten. Die meisten sind mit über 510 in der klassischen Wundversorgung aktiv. Da­bei dominieren die fünf größten Anbieter fast zwei Drittel des Marktvolumens in der Apotheke: Paul Hartmann, Lohmann & Rauscher, BSN Medical, Beiersdorf und Ausbüttel.

Bei den hydroaktiven Wundauflagen sind es mit knapp 130 Anbietern deutlich weniger; der Markt ist allerdings weniger von den fünf wichtigsten dominiert: Ausbüttel, Urgo, Mölnlycke, Coloplast sowie Smith & Nephew kommen auf ca. 54 Prozent Umsatzanteil.

In der Rubrik spezielle Wundversorgung sind ca. 200 Lieferanten verzeichnet. Die großen 5 repräsentieren mit 47,8 Prozent weniger als die Hälfte des Marktes: Urgo, Mölnlycke, Smith & Nephew, BSN Medical und Ausbüttel. ras

Weitere Infos: Dr. Gisela Maag, IQVIA Commercial GmbH & Co. OHG, Tel. 0 69/66 04-48 88, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Dieser Artikel wurde in der Fachzeitschrift MTDialog 7/2020 (MTD-Verlag) veröffentlicht – mit Grafiken auf den Seiten 50 und 51.

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