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EKG-Zubehör in Akutkliniken

Umkämpfte Kardio-Kontrolle

(MTD 6/2012) Vordergründig stellt sich die Marktkurve beim EKG-Zubehör stabil dar: In den vergangenen drei Jahren pendelte der Umsatz zwischen 17 und 18 Mio. Euro. Bei genauer Betrachtung der Produktbereiche, Durchschnittspreise und Herstelleranteile zeigen sich jedoch durchaus Ausschläge nach oben und unten. Dies zeigt eine MTD-Analyse der GPI Krankenhaus-Sachbedarfs-Studie (DKB) für Elektroden, Schreiber/Zubehör, Kabel/Leitungen und EKG-Kontaktmittel mit einem Gesamtwert von 17,3 Mio. Euro (–3,6 %).

Den Gesamtmarkt teilen sich insgesamt 68 aufgeführte Lieferanten. Davon beanspruchen vier 72 Prozent des Gesamtkuchens: Ambu, Covidien, 3M Medica und Diagramm Halbach. Die drei Erstgenannten punkten im Gesamtranking vor allem aufgrund ihrer führenden Rolle bei den Elektroden – sie stellen dort unter 34 Herstellern 77 Prozent des Umsatzes. Denn diese Produktgruppe ist ein Millionenmarkt: 2011wurden mit ca. 126 Mio. Zähleinheiten (–2,7 %) rund 13,3 Mio. Euro (–4,1 %) umgesetzt, was einem Anteil von 76,8 Prozent am betrachteten Zubehörmarkt entspricht. Der Durchschnittspreis je Einheit zeigte sich mit 11 Cent stabil.

Weniger Papier

Diagramm Halbach ist deutlicher Marktführer bei EKG-Schreibern/Zubehör, gefolgt von der Nr. 2 GE Healthcare. Zusammen stellen die beiden Unternehmen unter 22 Wettbewerbern fast 95 Prozent des Umsatzes von 2,6 Mio. Euro (–2%). Die Preise zeigen – wenn auch im Cent-Bereich – nach oben: Von 5 Cent je Zähleinheit im Jahr 2009 ging es über 6 auf zuletzt 7 Cent aufwärts. Grund dafür ist der starke Rückgang bei den Einheiten um 13,9 Prozent auf 37 Mio. Der Abwärtstrend ist deutlich: Von 49 Mio. Einheiten 2009 ging es bereits 2010 auf 43 Mio. (–12,7 %) zurück. Daran lässt sich auch der umgekehrte Trend hin zum PC-EKG ablesen. Kleinere Schreiber-Anbieter können durchaus noch zulegen.

Gut verkabelt

Im Gegensatz dazu zeigt sich der Markt für Kabel und Leitungen zumindest vom Umsatz her stabil bei knapp 1,1 Mio. Euro (–0,4%). Da gleichzeitig die Zahl der abgesetzten Einheiten auf 109.000 (+8,3%) zulegt, zeigt die Preiskurve mit –8,1 Prozent auf 9,67 Euro deutlich nach unten. Im Jahr zuvor betrug der Abschlag beim Durchschnittspreis noch 8,8 Prozent. Die Zahl der Einheiten war damals von 88.000 auf 101.000 geklettert.

Unter 30 Firmen stellen drei Anbieter zwei Drittel des Umsatzes: Asmuth, Dräger und Teleflex. Unter diesen drei gab es in den vergangenen zwei Jahren teilweise wechselnd Zugewinne und Verluste beim Anteil.

Voller Kontakt

Bleibt in der Betrachtung noch der relativ kleine Markt der EKG-Kontaktmittel, der auf Erlöse von 0,4 Mio. Euro (–5,9%) und damit einen Anteil von 2,3 Prozent kommt. Die Zahl der Einheiten nimmt konstant zu – zuletzt auf 6,2 Mio. (+9,4%), was jüngst mit einem Rückgang des Durchschnittspreises von 8 auf 6 Cent einherging. 28 Firmen sind verzeichnet. Die vier führenden stellen mehr als drei Viertel des Umsatzes: GE Healthcare, GVB Gelimed, HH Medizintechnik und Diagramm Halbach.

 

Kontakt: Alexandra Ziegenhain, Manager Solution Sales – Hospital, IMS Health GmbH & Co. OHG,
Darmstädter Landstr. 108, 60598 Frankfurt, Tel. 0 69/66 04-42 26,
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