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Europamarkt für kardiopulmonale Patientendiagnostik

Solide Wachstumsprognosen

(MTD 6/2012) Laut einer Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan erzielte der europäische Markt für Geräte zur kardiopulmonalen Patientendiagnostik im Jahr 2009 einen Umsatz in Höhe von 389,3 Mio. US-Dollar. Bis 2016 soll dieser Markt auf ein Volumen von 583,6 Mio. US-Dollar anwachsen. Die Studie berücksichtigt die Segmente Ruhe-EKG, Stress-EKG, Langzeitelektrokardiogramm (Holter), Holter-Rekorder sowie Datenmanagementsysteme.

 Der Europamarkt für Geräte zur kardiopulmonalen Patientendiagnostik ist ein stabiler Markt, der langsam und kontinuierlich heranwächst. „Der wichtigste Antrieb für den Markt kommt von der Nachfrage nach benutzer- sowie patientenfreundlichen Geräten, die eine schnelle und eindeutige Diagnose kardiovaskulärer Krankheiten ermöglichen“, erläutert die Frost & Sullivan-Analystin Akanksha Joshi. „Gleichzeitig sorgen eine alternde Bevölkerung, ein ungesunder Lebensstil und der damit verbundene Anstieg von kardiovaskulären Krankheiten für eine Markterweiterung.“

Moderne Software-Anwendungen erleichtern die Diagnose der Herzerkrankungen und unterstützen zudem die Marktentwicklung. Damit einher geht eine wachsende Nachfrage nach zukunftsweisenden Systemen mit erweiterter Konnektivität, Flexibilität und Netzfähigkeit, die zudem eine verbesserte Integrationsfähigkeit bieten.

Das Fehlen einer einheitlichen Rückerstattungspolitik innerhalb Europas stellt sich jedoch als Herausforderung für eine anhaltende Marktentwicklung dar. So bewirkt z. B.die niedrigere Rückerstattungsrate für Holter-Rekorder, dass diese Geräte weniger eingesetzt werden. Gleichzeitig reduzieren Privatkliniken und Krankenhäuser die Patientenaufnahme aufgrund fehlender adäquater Rückerstattung.

Wettbewerb wird lebhafter

„Der Wettbewerb im Markt hat sich intensiviert, während der Markt sich gleichzeitig mehr und mehr der Sättigung nähert“, warnt Joshi. „Markenloyalität und Stagnation in Bezug auf technologische Neuerungen machen es neuen Unternehmen schwer, im Markt Fuß zu fassen, während sich die Gewinnmargen für etablierte Unternehmen verringern.“ „Für die Hersteller ist es wichtig, innovative und betriebssichere patientenfreundliche Geräte anzubieten“, so Joshi weiter. „Ein solcher Ansatz weckt das Interesse bei den medizinischen Anwendern und sorgt für Ersatzkäufe.“

Im Markt agieren zumeist etablierte Unternehmen, die sich über die Jahre mit kleineren Nischenanbietern zusammengeschlossen haben. Diese kontinuierliche Konsolidierung hat dafür gesorgt, dass das Marktumfeld immer wettbewerbsintensiver geworden ist. Marktteilnehmer müssen sich dem Trend stellen, dass Nischenanbieter von größeren Unternehmen oder Marktführern übernommen werden. Für kleine Nischenteilnehmer wird das Überleben im europäischen Markt schwer. Den Markt dominieren die Unternehmen GE Healthcare, Philips Healthcare und Schiller. Weitere wichtige Unternehmen sind Sorin Group, Customed, Fukuda Denshi und Nihon Kohden.

Deutschland ist Markt-Krösus

Mit 27 Prozent im Jahr 2009 besaß Deutschland den größten regionalen Umsatzanteil im europäischen Markt für Geräte zur kardiopulmonalen Patientendiagnostik. An zweiter Stelle im europäischen Vergleich lag Großbritannien mit einem Anteil von 20 Prozent, gefolgt von Frankreich mit 18 Prozent. Als bevölkerungsreichstes Land in Europa stellt Deutschland den größten Patientenstamm und dementsprechend wird sich der Umsatz hier bis 2016 auf 157 Mio. US-Dollar belaufen, bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 5,9 Prozent. Auch was die weitere Zukunft angeht, wird Deutschland das umsatzstärkste Land in Westeuropa bleiben.

Titel der Studie: European Cardiac Patient Monitoring Solutions Outlook (M621).
Kontakt: Katja Feick, Corporate Communications, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!