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Die häufigsten Krankenhaus-Operationen

In einer Analyse wurden die Strukturdaten von 1.638 deutschen Krankenhäusern für das Jahr 2009 erhoben. In diesen Krankenhäusern wurden 17,2 Mio. Patienten vollstationär behandelt. Die fallbezogene Krankenhausstatistik gibt exakte Hinweise auf die Häufigkeit von Operationen und medizinischen Prozeduren. Diese werden anhand des amtlichen Operationen- und Prozedurenschlüssels (OPS) kodiert. Nachfolgende Darstellungen konzentrieren sich auf Operationen.

(MTD 9/2012) Laut Kodierung gab es 2009 in den 1.638 Krankenhäusern 45,0 Mio.Operationen und medizinische Prozeduren (+7,7 % gegenüber 2008). Der OPS ist in folgende sechs Bereiche untergliedert: DiagnostischeMaßnahmen, bildgebende Diagnostik, Operationen (ohne ambulante Operationen), nichtoperative therapeutische Maßnahmen, Medikamenten-Verabreichung und ergänzende Maßnahmen.

An allen 45 Mio. Prozeduren hatten Operationen 2009 einen Anteil von 14,36 Mio. bzw. 31,9 Prozent. Auf nichtoperative therapeutische Maßnahmen, wie z. B. Maßnahmen für Blutkreislauf und Patientenmonitoring, entfielen 26,8 Prozent, auf diagnostische Maßnahmen, wie z. B. Biopsie und Endoskopie, 20,3 Prozent, auf bildgebende Diagnostik wie CT und MRT 17,2 Prozent, auf ergänzende Maßnahmen, z. B. geburtsbegleitende Maßnahmen und Psychotherapie, 3,1 Prozent und auf Medikamenten-Verabreichung 0,6 Prozent. Der Anteil operierter Patienten unter den stationär Behandelten lag bei 39,7 Prozent.

Spitzenreiter unter den Operationen waren Operationen an den Bewegungsorganen (3,9 Mio.), Operationen am Verdauungstrakt (2,2 Mio.) und Operationen an Haut und Unterhaut (1,1 Mio.). Von den 14,36 Mio. Operationen entfielen 29,6 Prozent auf die allgemeine Chirurgie, 11,9 Prozent auf die Frauenheilkunde/ Geburtshilfe, 9,6 Prozent auf die Orthopädie, 7,6 Prozent auf die Unfallchirurgie, 6,6 Prozent auf die Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, 5,4 Prozent auf die innere Medizin, 4,6 Prozent auf die Urologie, 4,5 Prozent auf die Augenheilkunde, 4,4 Prozent auf die Neurochirurgie, 2,1 Prozent auf die Gefäßchirurgie und 13,4 Prozent auf sonstige Fachabteilungen.

Tabelle 1 gibt einen Überblick über die Operationen nach Bereichsüberschriften. Tabelle 2 zeigt die 20 häufigsten Operationen nach dem 3-stelligen OPS. Als Untergruppen ordnete die MTD-Redaktion die häufigsten Operationen nach dem 4-stelligen OPS zu.

Quelle: Krankenhaus-Report 2012, erschienen im Schattauer Verlag, Preis 54,95 Euro, ISBN 978-3-7945-2849-3