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Gefäßverschluss boomt

Deutsche Akutkliniken fragen verstärkt Verbrauchsmaterial für den OP-Bedarf nach. Für innovative Produkte lassen sich höhere Preise durchsetzen. Dies ist auch aufgrund von höheren Rohstoff- und Produktionskosten zumindest teilweise möglich. Das ergibt eine MTD-Analyse der GPI Krankenhaus-Sachbedarfs-Studie (DKB) für vier ausgewählte Produktbereiche, die im Zwölf-Monatszeitraum Juni 2011 bis Mai 2012 (MATWert 5/12) auf einen Umsatz von zusammen 313 Mio. Euro kommen – ein Plus von mehr als 16 Mio. Euro bzw. 5,6 Prozent im Vergleich zum vorhergehenden Zeitraum. Auffällig ist auch die Vielfalt des Anbieterfeldes: Es tummeln sich zwischen 15 und 58 Lieferanten in den Einzelmärkten.

(MTD 10/2012) Der Markt für Nadel-Faden-Kombinationen zeigt sich insgesamt sehr stabil. Dies trifft sowohl auf die Zähleinheiten von 34,4 Mio. zu, die sich nur um 0,9 Prozent erhöht haben nach einer Stagnation im vorhergehenden Zeitraum. Ruhig auch die Entwicklung beim Umsatz, der sich bei rund 110 Mio. Euro einpendelt (+0,9 %). Auch die durchschnittlich erzielten Preise zeigen sich unverändert. Eindeutiger Marktführer unter insgesamt 25 Herstellern ist Johnson & Johnson Medical, der zusammen mit Covidien und BBD-Aesculap auf 88 Prozent Marktanteil kommt.

Im Vergleich zu dem ruhigen Fahrwasser der Nadel-Faden-Kombinationen entwickelt sich der Markt für Gefäßverschluss- und Gewebeimplantate höchst dynamisch: Von 80,6 Mio. Euro (MAT 5/10) ging es über 93,8 Mio. auf aktuell 108,6 Mio. – das sind Zuwächse von 16,4 und 15,8 Prozent. Der Durchschnittspreis über alle Lieferanten hinweg konnte um 31 Prozent zulegen. Auffallend ist allerdings, dass die Zahl der Zähleinheiten im jüngsten Jahresvergleich um 11,6 Prozent auf 742.000 zurückging.

Beim Anbieterfeld gab es in jüngster Zeit deutlich Veränderungen zugunsten des neuen Marktführers Abbott. Zusammen kommt die Spitzengruppe, ergänzt um St. Jude, AGA Medical/Drabo, Medtronic und Johnson & Johnson, allerdings lediglich auf einen Anteil von 72 Prozent, was für einen sehr heterogenen Markt mit insgesamt 58 Anbietern spricht. Klammer- und Applikationsinstrumente verbuchten jüngst einen Umsatzrückgang auf 55,6 Mio. Euro – ein Minus von 3,7 Prozent nach –1,3 Prozent im Vorzeitraum. Der Preis ging im Schnitt um 7,6 Prozent zurück. Die Zahl der Einheiten erhöhte sich somit auf 4,2Mio. (+4,3 %). Covidien, Johnson & Johnson und BBD Aesculap führen mit einem Anteil von zusammen 83 Prozent das Lieferantenranking von insgesamt 39 Firmen an.

Plus bei OP-Handschuhen

Betrachtet man die Entwicklung bei den OP-Handschuhen, fällt zunächst der Anstieg bei den Zähleinheiten von fast 7 Mio. bzw. rund 10 Prozent in zwei Jahren auf. Jüngst wurden 77,5 Mio. Einheiten geordert (+3,3%).Gleichzeitig stiegen die Ausgaben dafür mit 6,7 bzw. jüngst 7,7 Prozent auf 38,7 Mio. Euro noch stärker an. Als Resultat konnte auch ein um 4,2 Prozent höherer Durchschnittspreis erzielt werden.Unter 15 Lieferanten können fünf jeweils mehr als 10 Prozent des Umsatzkuchens ergattern und kommen zusammen auf 94 Prozent Anteil: Ansell, Mölnlycke, Lohmann & Rauscher, Cardinal Health sowie Paul Hartmann.

Kontakt: Alexandra Ziegenhain, Manager Solution Sales – Hospital, IMS Health GmbH & Co. OHG,
Darmstädter Landstr. 108, 60598 Frankfurt, Tel. 0 69/66 04-42 26,
www.imshealth.de, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!