Kompressionsstrümpfe klar vorn

In den öffentlichen Apotheken werden auch Kompressions- und Stützstrümpfe als Konfektionsware angeboten. Insgesamt wurden im aktuellen 12-Monats-Wert September 2012 34,2 Mio. Euro mit diesen Produkten in den öffentlichen Apotheken (Offizin) und Versandhandels-Apotheken (Vertrieb via Internet) umgesetzt. Gegenüber dem Vorjahreswert waren das knapp 3 Prozent mehr – eine positive Entwicklung nach Stagnation in den letzten Jahren.


Nach Absatz (es handelt sich hier zu über 80 % um Packungen mit zwei Stück, d. h. ein Paar) wurden insgesamt 844.000 Packungen verkauft (–2 % im Vergleich zum Vorjahreswert).

Der Anteil des Versandhandels ist in diesen beiden Produktgruppen nur minimal, er liegt bei etwa 1 Prozent nach Umsatz und 2 Prozent nach Absatz.

Während der Bereich Kompressionsstrümpfe nach einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorvorjahreswert jetzt wieder um 4,6 Prozent wachsen konnte (nach Absatz aber nur +1,6 %), verlieren Stützstrümpfe in beiden Vergleichszeiträumen deutlich an Umsatz- und Absatzvolumen: aktuell 6,3 Prozent an Umsatz- und –7,3 Prozent an Absatzvolumen.

Kompressionsstrümpfe dominieren

Auf Kompressionsstrümpfe entfallen 81 Prozent des Umsatzes, also 27,6 Mio. Euro, aber nur 56 Prozent des Absatzes (460.000 Packungen). Der Gesamt-Durchschnittspreis der einzelnen Packung liegt bei etwa 60 Euro. Auf die Verordnung mit einem Kassen- oder Privatrezept entfällt der Löwenanteil von 92 Prozent des Umsatzes und 87 Prozent des Absatzes.

Die Preisstellung ist sehr unterschiedlich: Werden Kompressionsstrümpfe ohne Rezept gekauft, zahlt der Kunde durchschnittlich 34 Euro pro Packung – während auf Rezept 64 Euro berechnet werden. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum haben sich die Durchschnittspreise für die selbst gekauften Kompressionsstrümpfe um fast 7 Prozent erhöht, der Durchschnittspreis für die verordneten Packungen stieg nur um 1 Prozent an.

Stützstrümpfe machen nur 19 Prozent des Gesamtumsatzes an Kompressions- und Stützstrümpfen in Apotheken aus, aber immer noch fast die Hälfte des Packungsabsatzes (44 %). Der Gesamt-Durchschnittspreis einer Packung für Stützstrümpfe liegt bei etwa 17 Euro und damit wesentlich niedriger als bei Kompressionsstrümpfen.

Stützstrümpfe werden überwiegend selbst bezahlt – nur 4 Prozent des Umsatzes entfallen auf Verordnungen. Auch bei diesen Produkten ist der Selbstkauf deutlich günstiger zu haben, die verordnete Packung ist um fast 40 Prozent teurer. Beide Produktgruppen werden von ca. 30 Anbietern vertrieben. Bei den Kompressionsstrümpfen erreichen die ersten fünf Anbieter zusammen einen Marktanteil von gut 75 Prozent nach Umsatz und 70 Prozent nach Absatz. Bei den Stützstrümpfen decken die ersten fünf Anbieter allerdings bereits über 90 Prozent des Umsatz- und Absatz-Volumens ab.

Weitere Infos: The Nielsen Company (Germany) GmbH, Frankfurt/Main,
Pharma & Healthcare Services, Kerstin Büttel, Tel. 0 69/79 38-4 16,
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