Apotheken stärker – LEH schwächelt

In den Offizin- und Versandhandels-Apotheken erreichten die Blutdruckmessgeräte und Zubehör (z. B. Manschetten) im 12-Monats-Wert November 2012 einen Umsatz in Höhe von 36,7 Mio. Euro (zu Endverbraucherpreisen inkl. ges. MwSt.). Nach einem Rückgang von gut 5 Prozent im 12-Monats-Wert November 2011 zeigt der Apothekenmarkt jetzt wieder einen Umsatzanstieg von gut 5 Prozent. Auch der Absatz liegt mit 913 Mio. Packungen um 8 Prozent über dem Vorjahreswert.

Massenmarkt verliert Marktanteile

Außerhalb der Apotheken, im Lebensmitteleinzelhandel (inkl. Aldi, Lidl, Norma) und in Drogeriemärkten, werden ebenfalls Blutdruckmessgeräte verkauft. Allerdings ist das Angebot teilweise nicht so konstant wie in Apotheken, da einige Anbieter die Produkte nur aktionsweise in einzelnen Monaten vertreiben. Der Umsatz liegt aktuell bei 5,2 Mio. Euro und der Absatz bei 297.000 Packungen. Das Umsatzniveau war vor drei Jahren noch doppelt so hoch und auch gegenüber dem letzten Jahr ist mit –35 Prozent erneut ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen.

Insgesamt liegt der Umsatz mit Blutdruckmessgeräten im aktuellen 12-Monats-Wert bei 41,9 Mio. Euro (–2%) und 1,2 Mio. Packungen (–6%). Die Apotheken sind der weitaus wichtigere Vertriebskanal, LEH&DM stehen nur noch für 12 Prozent des Umsatzes. Natürlich werden außerhalb der Apotheken die billigeren Geräte verkauft. Mit ca. 27 Euro liegen die durchschnittlichen Preise im LEH und in Drogeriemärkten deutlich unter denen in der Apotheke (ca. 38 Euro) – allerdings ist in beiden Kanälen das Preisniveau in den letzten beiden Jahren stark abgesunken.

Oberarm-Geräte sind „in“ In den Apotheken entfällt der Löwenanteil des Umsatzes auf die Oberarm-Geräte und deren Zubehör. Sie erreichen ein Umsatzvolumen von 26 Mio. Euro und damit nach einem Rückgang im Jahr davor wieder 6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Beim Absatz haben diese Geräte 10 Prozent gewonnen.

Der Anteil der Handgelenk-Geräte ist dagegen auf 25 Prozent gefallen. Sie erreichen 9 Mio. Euro Umsatz (0 %) mit 294.000 Packungen (+3 %). Auch außerhalb der Apotheken spielen die Oberarm-Geräte die wichtigere Rolle. Sie tragen aktuell 56 Prozent zum Umsatz und 44 Prozent zu den verkauften Packungen bei. Die Umsatzentwicklung war mit –30 Prozent allerdings sehr negativ. Handgelenk-Geräte erzielen mit 168.000 Packungen 2,3 Mio. Euro Umsatz (jeweils rund –40 % gegenüber dem Vorjahr).

Weitere  Infos: The Nielsen Company,
(Germany) GmbH, Frankfurt/Main,
Pharma & Healthcare Services,
Kerstin Büttel, Tel. 0 69/79 38-4 16,
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