MTD (2/2015) GKV-Trendbarometer

Rezeptwert steigt

(MTD 2/2015) Das 4. Quartal des Jahres 2014 verlief für die Sanitätshäuser und orthopädietechnischen Betriebe auf solidem Niveau. Fast unverändert zeigen sich die Kennzahlen „Gesamtumsatz“, „Verordnungsanzahl“ und „Verordnungswert“ verglichen mit dem 3. Quartal 2014.

Nimmt man die Werte aus dem 4. Quartal 2013 zum Vergleich (Grafik ganz links), stellt sich die Situation im 4. Quartal 2014 leicht verbessert dar: Der durchschnittliche Umsatz eines Betriebes stieg im Vergleichszeitraum um 2,7 Punkte, die Anzahl der Verordnungen sank um 1,7 auf 121,2 Punkte. Mit +3,7 Punkten entwickelt sich der Rezeptwert nach oben.

Im Jahresvergleich 2013/2014 präsentiert sich das zurückliegende Jahr mit einem leichten Wachstum. Damit zeigt die „Formkurve“ der Branche im dritten Jahr hintereinander (leicht) nach oben.

Sowohl der Gesamtumsatz (+3,84 %) als auch die Anzahl der Verordnungen (+2,26 %) entwickelten sich im Sanitätshaus (nur IK-33-Betriebe) durchschnittlich moderat positiv. Der durchschnittliche GKV-Umsatz je IK (Betrieb) lag 2014 bei ca. 702.000 Euro. In den Jahren zuvor waren es noch 676.000 bzw. 654.000 Euro mit einer Wachstumsrate von 3,46 bzw. 3,86 Prozent. Bei den Verordnungen (Rezepten) lag die Zahl je IK (Betrieb) 2014 bei 4.884 nach 4.776 (+0,27 %) im Jahr zuvor und 4.763 (+3,5 %) im Jahr 2012.

Der durchschnittliche Wert einer Verordnung stieg 2014 gegenüber 2013 um 1,54 Prozent (Vdek: +2,78 Prozent; RVO: +0,58 Prozent) – konkret von 141,60 auf 143,78 Euro (Vdek: 150,56 auf 154,74 Euro; RVO: 138,60 auf 139,40 Euro). Im Jahr zuvor war der Verordnungswert allerdings mit 3,17 Prozent noch doppelt so stark gewachsen – konnte damit jedoch nach einigen mageren Jahren lediglich wieder auf den Wert von 2007 aufschließen.

Wie bereits 2013 zu beobachten, ist der positive Trend bei allen Kennzahlen auch 2014 viel deutlicher im Bereich Ersatzkassen als im RVO-Bereich (AOK, BKK etc.).

In das GKV-Trendbarometer der Opta Data Abrechnungs GmbH/Essen fließen Daten von ca. 1.200 orthopädietechnischen Betrieben und Sanitätshäusern ein.