(MTD 12/2015) Opta-Data-Analyse

PG 17 – eine Erfolgsstory

Die permanente Aufklärungsarbeit scheint Früchte zu tragen: Die Zahl der Patienten, die mit Hilfsmitteln zur Kompressionstherapie versorgt werden, steigt kontinuierlich an, wie das OT-Panel der Opta-Data-Gruppe zeigt.

Betrachtet man die Umsätze mit Produkten aus der Produktgruppe 17 über den Zeitraum 2010 bis 2014, verdeutlicht das OT-Panel generell eine deutliche Steigerung im Markt. Unterschiede gibt es allerdings in den einzelnen Umsatzgrößen. In kleineren Sanitätshäusern bzw. Filialen ist die Umsatzentwicklung von 2010 bis 2014 „nur“ konstant (Grafik 1), während die Betriebe in den Umsatzgruppen 2 und 3 klare Umsatzzuwächse verzeichnen können.

In der Umsatzgruppe 2 stieg der Umsatz von 2010 bis 2012 um rund 12,5 Prozent. Von 2012 bis 2014 legte die mittlere Betriebsgröße nochmals um 7,1 Prozent zu (Grafik 2). Noch besser sieht die Entwicklung in den großen Sanitätshäusern aus. Mit einer Umsatzsteigerung von 19,3 Prozent im Jahr 2012 gegenüber 2010 und einem weiteren Plus von 8,2 Prozent im Jahr 2014 gegenüber 2012 darf die Bedeutung der PG 17 getrost als Erfolgsstory bezeichnet werden (Grafik 3). Die in den Grafiken 1 bis 3 genannten absoluten Zahlen beziehen sich jeweils auf den Durchschnitt eines Betriebes in der jeweiligen Umsatzgruppe.

Blick auf Spezialversorgungen

Spezialversorgungen, so wichtig diese für die betroffenen Patienten sind, spielen im Rahmen des PG-17-Umsatzes offensichtlich eine untergeordnete Rolle (Tabelle 1 – s. MTDialog 12/2015, S. 62). 2014 wurden durch alle Opta-Data-Kunden z. B. lediglich 1.096 Verordnungen über die Patientenversorgung mit „Apparaten zur Kompressionstherapie“ abgerechnet. Der Anteil am Gesamtumsatz dieser Produkte innerhalb der PG 17 beträgt 2014 rund 0,74 Prozent.

Auf einen fast ähnlichen Wert kommen die Ulcus-cruris-Versorgungen. Zumindest in Bezug auf den Umsatzanteil haben die Hilfsmittelversorgungen zur Narbenkompression mit rund 2,66 Prozent noch eine nennenswerte Bedeutung. Errechnet wurden diese Werte ausschließlich anhand der offiziellen Hilfsmittelverzeichnisnummern.

Das OT-Panel

Anhand von Halbjahres-Frequenzen mit sechsstelligen Positionsnummern – für Produkt-Untergruppen – beobachtet Opta Data seit der Gesundheitsreform von 2007 (beginnend 2006) die Entwicklung des GKV-Anteils in der Sanitätshaus- bzw. Orthopädie-Technik-Branche. Dazu werden von ca. 1.200 Kunden mit 33er-IK, die ihre gesamten GKV-Leistungen bei Opta Data abrechnen, anonym Abrechnungsdaten ermittelt. Die 1.200 untersuchten Betriebe sind in drei gleich große Umsatzgruppen mit je ca. 400 Kunden eingeteilt:
1: von 50.000 bis 250.000 Euro Jahres-GKV-Umsatz netto (Filialanteil ca. 50 %)
2: von 250.001 bis 700.000 Euro
3: von 700.001 bis 1,7 Mio. Euro

von Thomas Dinse, Opta-Data-Gruppe