(MTD 1/2016) Analyse von Opta Data zu Inhalationsgeräten

Sanitätshaus: Abrechnung von Inhalationsgeräten rückläufig

Im Bereich der Produktgruppe 14 hat es in den letzten zwei Jahren einige Ausschreibungen gegeben. So hat die DAK 2012 z. B. eine „Rahmenvereinbarung über die Versorgung mit Inhalationsgeräten (Produktart 14.24.01.0) inkl. Zusatzleistungen (Zubehör, Verbrauchsmaterial sowie Service- und Dienstleistungen)“ ausgeschrieben.

Der folgende Artikel beleuchtet nun genau diese Produktart in Bezug auf die durch Opta-Data-Kunden abgerechnete Anzahl der Produkte von 2012 bis 2015. Um es direkt vorwegzunehmen: Ein Zusammenhang zwischen den im folgenden Beitrag skizzierten rückläufigen Abrechnungszahlen der Produktart 14.24.01.0 mit Ausschreibungen oder speziell der DAK-Ausschreibung kann hier nicht hergestellt werden. Dazu bedarf es einer kundenspezifischen Analyse, die aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht durchgeführt werden kann. Die hier dargestellten Zahlen zeigen einen Trend auf, der sich in den Jahren 2012 bis 2015 bei allen Kunden der Opta Data Abrechnungs GmbH abgezeichnet hat.

In der Datenerhebung sind nur solche Produkte berücksichtigt, die eindeutig durch eine korrekte Hilfsmittelverzeichnisnummer zu identifizieren waren. Eine weitere Einschränkung wurde über das Hilfsmittelkennzeichen „Neukauf (00)“ vorgenommen. Zusätzlich wurde mithilfe der Egeko-Vertragsdatenbank auch darauf geachtet, dass nur Datensätze berücksichtigt wurden, deren Abrechnungspreis sich als marktgerecht dargestellt hat. Die Daten für 2015 wurden Ende November ermittelt und auf das Jahr hochgerechnet. Berücksichtigt sind alle Kostenträger.

Rund ein Fünftel weniger

Die in der Tabelle dargestellten Ergebnisse zeigen bei der Anzahl der abgerechneten Produkte und damit logischerweise auch beim Umsatz einen klar rückläufigen Trend. Knapp 20 Prozent weniger Aerosol-Inhalationsgeräte für tiefe Atemwege sind 2015 gegenüber 2012 abgerechnet worden. Der Verlauf zeigt in den jeweiligen Jahresvergleichen die Abwärtsspirale klar auf. Das Gleiche gilt folgerichtig für die Umsatzentwicklung. Einen besonders hohen Rückgang gab es 2014 gegenüber 2013. Im Vergleich 2015 zu 2012 haben die Opta-Data-Kunden rund ein Fünftel (ca. 21 Prozent) weniger abgerechnet.

Der durchschnittliche Erstattungsbetrag pro abgerechneten Produkt ist nahezu konstant. Zieht man wieder 2012 als Vergleichsjahr zu 2015 heran, fiel der „Durchschnittspreis“ um knapp 1,6 Prozent auf rund 121 Euro.

Verschiebung hin zu Apotheken möglich

Die Gründe für die skizzierte negative Entwicklung sind wahrscheinlich vielfältig. Einerseits könnten Ausschreibungen zu Marktverschiebungen führen, andererseits können auch medizinische oder medizintechnische Gründe ausschlaggebend sein. Nicht unrealistisch scheint eine Marktverschiebung zugunsten der Apotheken zu sein. Einerseits forcieren einige Sanitätshäuser das Marktsegment „Aerosol-Inhalationsgräte“ aufgrund der aus betriebswirtschaftlicher Sicht immer problematischer werdenden Erstattungspreisstruktur nicht mehr. Andererseits ist es für den Patienten bequem, sein Inhalationsgerät dort zu beziehen, wo er auch das entsprechende Medikament erhält. – Ein statistischer Effekt, ausgelöst durch Änderungen an der Datenquelle, kann dagegen ausgeschlossen werden.

von Thomas Dinse, Key-Account-Manager Hilfsmittel, Opta-Data-Gruppe