(MTD 1/2016) IMS-Analyse Inhalationsgeräte Apotheke

Trockene Winter steigern Bedarf

Nach wie vor werden Inhalationsgeräte und Zubehör zum nicht unerheblichen Teil in der Apotheke verkauft. Im Zwölf-Monats-Zeitraum November 2014 bis Oktober 2015 (MAT 2015–10) gingen knapp 780.000 Geräte über den Ladentisch, hinzu kamen etwa 390.000 Zubehörteile.

Dies summiert sich zu einem Gesamtvolumen von 65,9 Mio. Euro nach Brutto-Verkaufspreisen (s. Abb. 1), wovon knapp ein Drittel auf Zubehör entfällt.

Datenquelle sind die Warenwirtschaftssysteme von ca. 4.000 Panelapotheken, hochgerechnet auf die Gesamtheit von ca. 21.000 Apotheken. Gegen­über der Vorperiode ist das ein enormer Anstieg beim Umsatz von 13,4 Prozent, der vor allem auf Witterungseinflüsse zurückzuführen ist. Der aktuelle Zeitraum enthält den Winter 2014/15, der vor allem im Februar 2015 ungewöhnlich trocken gewesen ist, während der Winter 2013/14 vor allem durch ungewöhnlich mildes Wetter gekennzeichnet war (Quelle: www.wetteronline.de).

Bestätigt wird dies auch durch den Saisonverlauf im Apothekenabsatz, der Abbildung 2 zu entnehmen ist: Der Spitzenwert im Februar 2015 spricht für sich. Der Jahreswechsel 2013/14 führte zu einem eher diffusen Anstieg der Verkaufszahlen. Ansonsten ist ersichtlich: Der Sommer wird zum klassischen Sommerloch für Inhalationsgeräte.

Die bekannte Marke Pariboy kennzeichnet auch den Branchenprimus. Nach Pari folgen (in alphabetischer Reihenfolge) auf den Plätzen 2 bis 5 die Firmen Brinkmann-Junghans, Junghans, MPV Medical und Omron.

Preise unter Druck

Die Preise von Inhalationsgeräten sind unter Druck geraten. Der Durchschnittspreis der in der Apotheke verkauften Geräte ist binnen Jahresfrist von 120 auf unter 116 Euro gesunken. Versandapotheken spielen eine zu vernachlässigende Rolle. Mehr als 97 Prozent der Verkaufsmenge wurde in der Offi­zin-Apotheke abgegeben.

Freiverkauf wächst

Der Anteil der vom Arzt rezeptierten Geräte ist aktuell eher rückläufig, vor allem bei der Absatzbetrachtung. 77 Prozent der Geräte werden aktuell verordnet gegenüber gut 80 Prozent in der Vorperiode. Im Umsatz sinkt der Anteil weniger stark, ein Zeichen dafür, dass höherpreisige Geräte eher in die Verordnung kommen, während selbst gekaufte Geräte eher die preiswerten sind.

Weitere Infos: Michael Poersch, IMS Health, Tel. 0 69/66 04-44 02,
E-Mail: mpoersch(at)de.imshealth.com  

Weitere Grafiken in: MTDialog 1/2016, Seite 43