(MTD 2/2018) IQVIA-Marktanalyse zum Apothekenmarkt

Bandagen-Umsatz schrumpft

Zum Schutz von Knochen und Gelenken werden Bandagen eingesetzt, die auch in der Apotheke verkauft und abgegeben werden. Dort ist das Geschäft mit diesen Produkten leicht rückläufig.

Datenbasis sind die Abverkaufsdaten aus dem repräsentativ geschichteten IQVIA Apothekenpanel (früher IMS Health), die auf die Grundgesamtheit hochgerechnet sind.

Produkte werden billiger

Abbildung 1 zeigt den zeitlichen Verlauf von fünf 12-Monats-Zeiträumen. Die Absatzmenge an Packungen ist aktuell um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen, seit dem MAT (Moving Annual Total) mit Stand November 2013 um knapp 4 Prozent. Im gleichen Zeitraum gab der Umsatz um 7 Prozent auf rund 25 Mio. Euro nach: ein Zeichen für Preisverfall beziehungsweise eine Hinwendung zu preiswerteren Produkten.

Fünf Hersteller dominieren

Die führenden Hersteller von Bandagen im Apothekensortiment sind (in alphabetischer Reihenfolge): Bauerfeind, Beiersdorf, Bort, Lohmann & Rauscher so­wie Sporlastic. Diese vereinen gut 85 Prozent des Marktes auf sich. Weitere 66 Anbieter teilen sich den restlichen Kuchen.

Die Körperpartien, die am meisten mit Bandagen behandelt bzw. geschützt werden, sind Knie, Knöchel und Handgelenk. Sowohl nach Umsatz wie auch nach Absatz bilden diese drei Kategorien mehr als drei Viertel der Gesamtmenge.

Rezept und Freiverkauf

Unterscheidet man die Apothekenabgaben nach Barverkauf (OTC) und der Abgabe auf Rezept (Rx), gibt es leichte Unterschiede in der Aufteilung nach Lokalisation. Der Selbstzahler-Anteil ist bei Knie-Bandagen am größten. Danach folgen Knöchel und Handgelenk. Ellenbogen-Bandagen werden am meisten verordnet. Auffällig ist, dass die Rx-Anteile nach Packungen größer sind als nach Wert. Verordnet werden also eher die preiswerteren Modelle, im Barverkauf sind eher die teureren zu finden.

Die Jahres-Durchschnittspreise (Endverbraucherpreise inkl. MwSt.) sind keinen großen Veränderungen unterworfen. In allen Kategorien geben die Preise im Zeitverlauf leicht nach, wie bereits aus der Betrachtung von Absatz- und Umsatzentwicklung zu erwarten war.

von Michael Poersch, Key-Account-Manager Med Tech bei IQVIA (Frankfurt/Main)

Weitere Infos: Michael Poersch, IQVIA, Tel. 0 69/66 04-44 02, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Dieser Artikel wurde in der Fachzeitschrift MTDialog 2/2018 (MTD-Verlag) veröffentlicht. Weitere Grafiken in MTD 2018/2, Seite 51–52.
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